Die Jury

Portrait Henning Wehland

© Markus Walter

Henning Wehland

Henning Wehland, geboren am 2.12.1971 in Bonn, zog 1979 mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern nach Münster, wo er 1991 im Vorort Wolbeck sein Abitur machte.

Während sein Vater Wilhelm für die Fachzeitschrift top agrar arbeitete, begeisterte sich Henning für Skateboarding und Musik. 1990 gründete er mit drei Sandkastenfreunden die Band H-Blockx.

Ab 1991 entstanden zahlreiche Alben, die zum Teil Goldstatus erreichten und die u.a. mit dem MTV European Music Award oder dem VIVA Comet ausgezeichnet wurden. H-Blockx verkauften insgesamt über 2 Mio. Tonträger und spielten mehr als 2.000 Konzerte in über 30 Ländern.

2003 schloss sich Wehland den Söhnen Mannheims an, mit denen er 15 Jahre Konzerte in ganz Europa spielte. Die Single „Das hat die Welt noch nicht gesehen“ sowie das Album „MTV: unplugged“ landeten auf Platz 1 der deutschen Verkaufscharts.

Neben seiner Teilnahme als Coach bei „The Voice Kids“ hat sich der Musiker immer für Talente eingesetzt. Aktuell ist er mit seinem Soloprogramm „Der Letzte an der Bar“ auf deutschen Bühnen unterwegs.

Bezug zur Landwirtschaft

„Mein Vater ist auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Rethem a. d. Aller aufgewachsen. Ich habe einen Großteil meiner Sommerferien dort verbracht und die Vorteile des ländlichen Lebens schon früh aufgesogen. Ich bin in einem kleinen Vorort von Münster groß geworden. Meine Welt beschränkte sich auf die Straße, in der wir wohnten und alle meine Freunde waren auch meine Nachbarn. Wenn wir das Abenteuer suchten, sind wir mit den Rädern zum Bauern „Trips“ gefahren und haben am Fluss geangelt. Wir waren wie „Pech und Schwefel“ und haben alle eine Neugierde geteilt, die später zur Gründung der H-Blockx führte.“

Landwirtschaft rockt

„Ich erinnere mich, dass das Leben in einem Dorf bei mir viele Sehnsüchte geweckt hat. Es hat die Neugierde geschürt zu suchen, was noch auf mich wartet. Diese Sehnsucht treibt mich bis heute an. Auch wenn ich schon seit 15 Jahren in Berlin lebe und einiges von der Welt gesehen und erlebt habe, verspüre ich jetzt auch wieder eine Sehnsucht etwas zurückzugeben. Landwirtschaft rockt gibt mir dazu die Möglichkeit.“


Portrait Dirk Baur

© Meike Bock

Dirk Baur

Dirk Baur, 1968 in Oelde geboren, ist seit 2018 President Marketing Labs bei UNIVERSAL MUSIC Deutschland.

Nach seinem betriebswirtschaftlichen Studium war Dirk Baur zunächst für die Bertelsmann Music Group (BMG) im Bereich Special Marketing, danach als Label-Manager für Logic tätig. Er wechselte als A&R- und Produktmanager zur BMG Hamburg. Außerdem leitete er bei RCA in Hamburg und später bei BMG Berlin die Abteilung für internationales Repertoire. 2003 wurde Dirk Baur zum Vice President International Development bei der BMG-Holding in München ernannt, für die er ein Jahr später die Central Music Services mit den Bereichen internationale Rechteauswertung und Gesamtpromotion verantwortete. Anschließend zog es ihn als General Manager Virgin abermals nach Berlin, wo er 2006 die Gesamtleitung der Berliner Kreativzelle von EMI übernahm. Nach der Schließung von Virgin/Labels/Mute schied Baur Ende 2008 aus dem EMI-Konzern aus und wechselte 2009 als Managing Director zu UNIVERSAL MUSIC International.

Mit der Gründung der Division Marketing Labs zu Beginn 2018, in der alle digitalen Aktivitäten, Kreation, Media Buying und Business-Intelligence gebündelt sowie eigene digitale Kommunikationskanäle entwickelt werden, übernimmt Baur als President Marketing Labs die Leitung der neuen Einheit.

Bezug zur Landwirtschaft

„Die meisten der erfolgreichen Bands in Deutschland kommen nicht aus Metropolen. Unzählige Musiker-Biografien beginnen auf dem Land. Dort, wo es eben noch nicht an jeder Ecke blinkt und lärmt, kommt die Ruhe zur Kreativität und die Energie zum Umsturz seiner selbst. Ich bin im Taunus auf dem Land groß geworden und es gab überall Platz zum Proben und Krach machen. Wer seinen ersten Aufritt im Jugendzentrum eines Dorfes gehabt hat, weiß, wovon ich spreche.“

Landwirtschaft rockt

„Ich freue mich sehr, Teil der Jury des Wettbewerbs Landwirtschaft rockt zu sein. Der spannendste Moment in meinem Job war es immer, Talent zu entdecken. Das Besondere zu finden und erfolgreich zu machen, ist für mich immer noch die größte Inspiration in meiner Arbeit.“


Portrait Vincent Sorg

© Vincent Sorg

Vincent Sorg

Vincent Sorg wurde 1974 in Münster geboren, wo er die Schule mit dem Abitur abschloss. Beim anschließenden Praktikum in den Principal Studios in Ottmarsbocholt (Münsterland) war er u. a. an der Produktion des ersten Albums der H-Blockx beteiligt.

Er schlug einen kurzen Umweg über ein angerissenes Jurastudium ein, bis er überraschend bemerkte, dass er mit ersten Jobs als Musikproduzent Geld verdiente. Also entschloss er sich, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen.

Zusammen mit Jörg Umbreit übernahm er 2004 die Leitung der Prinicipal Studios. Dort produziert er u. a. Bands wie Die Toten Hosen, die Broilers und In Extremo.

Bezug zur Landwirtschaft

„Die Principal Studios liegen mitten im ländlichen Bereich und sind von Landwirtschaft umgeben. Nach anfänglicher Skepsis sind wir hier völlig in die bäuerliche Gemeinschaft integriert und werden mit einer unglaublichen Offenheit unterstützt.

Von Bandseite wird hier die Möglichkeit geschätzt, sich voll und ganz in die Aufnahmen zu vertiefen, was teilweise einen meditativ ähnlichen Zustand erreichen kann. Das Land strahlt eine Ruhe aus, die für den kreativen Prozess sehr förderlich ist. Zudem haben wir hier den Platz, ganze Bands zu beherbergen.“

Landwirtschaft rockt

„Musik mit einer Band zu machen, ist so erstrebenswert, dass man das in allen Bereichen fördern sollte. Das bedeutet, eine Gruppe von Freunden zu haben, mit der man durch Dick und Dünn geht und Pläne schmiedet, bei denen emotionale Erlebnisse im Vordergrund stehen. Das ist vor dem Erfolg für mich die Essenz des Musikmachens. Der Fokus liegt auch im Bereich der Kulturförderung meistens auf den Städten, aber Landwirtschaft rockt gibt an den Orten Impulse, wo die Kreativität oft zu Hause ist.“


Portrait Friedrich Deckert

Friedrich Deckert

Während seines Studiums der Agrarwissenschaften an der CAU zu Kiel hat Friedrich Deckert zahlreiche Praktika auf landwirtschaftlichen Betrieben und in Unternehmen, u. a. auch in Kanada und Neuseeland absolviert.

Seit 2006 arbeitet er im Landwirtschaftsverlag in Münster und hat hier von 2008 bis 2013 die Objektleitung der Regionalen Medien verantwortet. Seit 2014 ist er der Kaufmännische Leiter der top agrar-Gruppe in der DACH-Region und seit 2018 der Geschäftsführer der Landfreund AG in der Schweiz.

Bezug zur Landwirtschaft

„Mit meinen 5 Geschwistern bin ich in der Nähe von Dortmund auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Ackerbau, Milchvieh und Direktvermarktung aufgewachsen. Jedes Jahr haben wir ein Hoffest für unsere Kunden veranstaltet. Programmpunkte wie Kuhfladenroulette, Traktortouren über die Flächen mit anschließendem Schwoof im alten Kuhstall waren fester Bestandteil der Veranstaltungen. In der Jugendzeit war unser Hof die erste Adresse für Klassenfeste und später Stufenfeten und Grillabende. Für mich stand immer fest, den Betrieb zu übernehmen und so betreiben meine Frau und ich den Hof seit 2013 als Ackerbaubetrieb im Nebenerwerb.“